Ankündigung: Vortrag über Bertha Pappenheim

Die Akkulturation und Assimilation von Juden und Jüdinnen im aufstrebenden Bürgertum des 19. Jahrhunderts ist ein immer wieder faszinierendes Thema der Sozialgeschichte. Am Beispiel der österreichisch-deutschen Frauenrechtlerin Bertha Pappenheim (1859–1936) zeigt Dr. Julia Schneidawind (Ludwig-Maximilians-Universität München) am 12. November um 19.00 Uhr im Alten Gymnasium, wie ambivalent der Prozess der doppelten Emanzipation als Frau und als Jüdin war, welche Spuren eines alten und neuen Antisemitismus in einer Einzelbiographie zu erkennen sind und wie sich die Spannungen zwischen Ost- und Westeuropa auf das jüdische Bürgertum auswirkten. Der Eintritt zu dieser etwa anderthalbstündigen Veranstaltung ist frei.

Text: H. Hengelbrock