Klasse 7a lädt NWZ-Reporterin ins AGO ein

Im Rahmen des Unterrichtsthemas „Journalistisches Schreiben“ besuchte die NWZ-Redakteurin Lina Bruneé die Klasse 7a, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das Leben einer Redakteurin zu geben. Frau Brunée erklärte, dass sie nach ihrem Studium noch im Praktikum sei, was im Journalismus Volontariat heißt.

Frau Brunée beantwortete in zwei Schulstunden Fragen, die es rund um die Tageszeitung gibt. Sie berichtete über allgemeine, organisatorische Abläufe im Pressewesen und stellte unterschiedliche Ausbildungswege zum Beruf des Journalisten vor, aber äußerte sich auch zu persönlichen Vorlieben. Die Schülerinnen und Schüler hatten immer wieder die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die Frau Brunée offen und verständlich beantwortete. Auf die Frage nach ihrem liebsten Thema sagte Frau Brunée: „Am liebsten schreibe ich, ehrlich gesagt, über Menschen“.

Außerdem erklärte Frau Brunée nicht nur, wie eine Reportage gestaltet wird und was dabei zu beachten ist, sondern zeigte dies auch an der aktuellen Tageszeitung. Die NWZ-Redakteurin zeigte ihre Begeisterung für ihren Beruf und sagte: „Das Beste ist, dass man immer dazu lernt.“

Auch die Schülerinnen haben wieder einmal viel gelernt und konnten viele neue Informationen mitnehmen. Von dem Besuch der Redakteurin waren alle begeistert, weil er zum theoretischen Unterricht eine gelungene Abwechslung war und diesem insgesamt recht spannenden Thema Praxisnähe gab.

Abschließend kann dieser Besuch als voller Erfolg bezeichnet werden, und das Unterrichtsthema konnte so um einen schönen Punkt erweitert werden.

 

Text: Luca Schultz und Erik Hillmann

Foto: Angelika Feldhege

 

Theater für 7. Klasse: „Tschick“

Die Klasse 7 a war am 4. Dezember 2017 in der Exerzierhalle des Oldenburgischen Staatstheaters und hat sich dort das Stück „Tschick“ angeschaut.

Es geht um Andreij Tschichatschow, der aber nur Tschick genannt wird und seinen Freund Maik Klingenberg.
Der Außenseiter Tschick ist vor vier Jahren von Russland nach Deutschland gezogen und hat sich trotz seines eigenwilligen Verhaltens von einer Förderschule bis zu einem Gymnasium hochgearbeitet.
Auch Maik ist ein Außenseiter und ist verliebt in seine Mitschülerin Tatjana, die ihm aber keine Beachtung schenkt. (Franziska Rulfs)

Als die Sommerferien beginnen, fährt Maiks Mutter zu einer Entziehungskur, und sein Vater verreist mit seiner Sekretärin. Während der 14jährige Maik allein das Haus hütet, taucht sein Mitschüler Tschick mit einem gestohlenen Lada auf. Zögernd steigt Maik zu Tschick in das Auto ein, um in die Walachei zu fahren, wo angeblich dessen ungewöhnlicher Großvater lebt.
Sie nehmen ein wenig Proviant und Geld, aber keine Handys mit. Ohne Karte oder Kompass fahren sie Richtung Süden. Am zweiten Tag lernt Maik Auto zu fahren, indem Tschick es ihm zeigt.

In einem Dorf werden sie von einer freundlichen Familie in deren Haus zum Essen eingeladen.

Irgendwann müssen sie tanken, da der Tank ihres Autos fast leer ist. Weil sie an einer Tankstelle auffallen würden, suchen sie auf einer Müllhalde nach einem Schlauch um Benzin aus einem fremden Autotank anzusaugen. Dort treffen sie Isa, die im Müll zu leben scheint. Isa hilft den Jungen und schließt sich ihnen an. Sie baden in einem See, übernachten aber im Auto. Maik beginnt, sich in Isa zu verlieben und ist sehr traurig, als diese sich wegen einer besseren Mitfahrgelegenheit Hals über Kopf verabschiedet.

Am Ende kommen die beiden Jungen vor Gericht, wo Maik nur mit einer Strafe davon kommt, während Tschick in ein Heim muss. (Maybritt Nerlich)

Das Theaterstück „Tschick“ basiert auf einem Roman, der auch noch später im Unterricht vorkommt. […] Ich fand das Stück sehr gut, da auch die Besetzung sehr gut war. Ich würde dem Stück 5 Sterne geben. (Bennett Hohn)

Das Stück ist sehr witzig und sehr modern, also mit viel Jugendsprache. Trotz der geringen Anzahl an Darstellern (3) kommt das Stück überzeugend rüber. Das liegt nicht nur an den guten Schauspielern, sondern auch daran, dass an die hintere Bühnenmauer Bilder gebeamt werden. Ich würde dieses Stück auf jedem Fall an alle weiterempfehlen! (Erik Hülsebus)

Alles in allem kann man das Stück „Tschick“ jedem Theaterliebhaber nur empfehlen, ob nun hier in der Exerzierhalle oder anderswo. Das Stück und auch die Geschichte greifen viele sonst eher unbehandelte Themen auf und bringen sie dem Zuschauer/Leser näher. (Luca Schultz)

Vian gewinnt beim Vorlesewettbewerb

Am Donnerstag, dem 30. November, fand der mit Spannung erwartete Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt.

Aus jeder der vier Klassen lasen jeweils zwei Klassensieger aus unterschiedlichsten Jugendbüchern vor. Wir hörten lustige oder spannende Geschichten von Eiskugeln und nassen Hosen, von Katzen, einem Fußballspiel und vieles mehr. Alle Vorleserinnen und Vorleser lasen so gut vorbereitet, dass die Jury – die Deutschlehrer der Klassen sowie Jasper und Katharina aus Jahrgang 12 – lange diskutierte, bis die drei Besten für die zweite Runde feststanden. Auch der unbekannte Text wurde von allen Drei souverän vorgetragen.

Am Ende stand als Schulsieger Vian Tolan aus der 6d fest. Wir gratulieren ihm herzlich!

 

Fotos: Lennart Kappei, 6. Klasse

Text: Mechthild Möhlmann

Ein Tag auf der Kibum: Marcin Szczygielski liest „Hinter der blauen Tür“

Endlich war es soweit! Die Klassen 5 b, 5 c und 5 d gingen mit ihren Deutschlehrinnen Frau Conrad, Frau Genzen und Frau Steinert zur Kibum. Alle waren ein bisschen aufgeregt und konnten es kaum erwarten. Auf dem Weg zur Kibum unterhielten wir uns darüber, was wir auf der Kibum früher schon erlebt hatten. Etwas später waren wir schon da. Ein Mann zeigte uns den Weg in den Saal des Casablana-Kinos, wo die Lesung stattfinden sollte. Wir nahmen den rot gepolsterten Sesseln Platz. Kurz danach wurden die Lichter heruntergedreht.

Jetzt traten drei Personen auf die Bühne, eine Frau und zwei Männer. Die Frau stellte die Männer vor. Einer von beiden war der polnische Autor Marcin Szczygielski und der andere war sein Übersetzer Thomas Weiler. Nach den Begrüßungsworten konnten wir Marcin Szczygielski ein paar Fragen,  z.B. zu seinem Leben, stellen. Anschließend erzählte Herr Szczygielski über sein Buch „Hinter der blauen Tür“. Neugierig hörten wir zu. Als er damit fertig war, las Thomas Weiler einen kleinen Teil der Geschichte vor. Das Buch war so spannend, das alle noch weiter zuhören wollten, doch stattdessen erzählte Marcin Szczygielski  uns weitere Einzelheiten über das Buch.


Im Anschluss zeigte er uns einen Trailer von der Verfilmung. Der Film war zwar auf polnisch, aber die Bilder waren das Entscheidende.

Jetzte neigte sich unsere Lesung leider schon dem Ende zu. Es konnten noch Fragen zum Trailer gestellt werden.

Etwas später gingen wir alle wieder zum AGO zurück.

Wir freuen uns schon auf den Kibum-Besuch im nächsten Jahr!

 

Text: Felix Spieker, 5d

7. Klassen ‚entern‘ „Cyrano“

Klasse 7 a vor der Exerzierhalle; Foto: A. Feldhege

Im Rahmen des ENTER-Projektes, das das Staatstheater Oldenburg für Schulen anbietet und Schülerinnen und Schülern den preiswerten Eintritt zu ausgewählten Stücken seines aktuellen Programms ermöglicht, haben sich die Klassen 7 a und 7 b die Aufführung „Cyrano“ angesehen.

Erik Hülsebus (7 a) beschreibt den Theaterbesuch so:

„Wir waren am Montag im Theater: Als erstes sind wir mit der ganzen Klasse zum Theater gelaufen! Dort waren auch noch andere Klassen von anderen Schulen. In dem Stück geht es um 3 Männer, die alle in dieselbe Frau verliebt sind. Der eine ist reich, der andere schön und die Hauptperson kann nicht nur gut fechten, sondern hat auch eine Begabung Gefühle in schönen Worten ausdrücken, findet sich aber sehr hässlich. – Ich fand das Stück sehr schön, da es witzig und interessant gemacht war, obwohl die Geschichte eigentlich eher langweilig war und es nur vier Schauspieler gab. Es wurde nur mit einem Bühnenbild gearbeitet, aber dafür auch mit viel Rauch und mit viel Scheinwerferlicht.“
Von der Aufführung waren alle Schülerinnen und Schüler begeistert. Insbesondere die Zweikämpfe und die häufig der Jugendsprache entliehenen Dialoge gefielen. Besonders gewürdigt wurden auch die schauspielerische Leistung der vier Darsteller, die in eine Vielzahl von Rollen schlüpften, sowie die Nutzung des eher schlicht gestalteten Bühnenbildes.

 

„Der Kick“ auf der Aulabühne

Mit der Aufführung des dokumentarischen Theaterstücks „Der Kick“ auf der Aulabühne hat das Seminarfach ‚Darstellendes Spiel‘ das Publikum wieder einmal überzeugt und berührt. Bereits im Juni hatte die Gruppe das Stück im Rahmen der Jugendtheatertage in der Exerzierhalle gezeigt.

Die Autoren Andres Veiel und Gesine Schmidt haben für das Theaterstück „Der Kick“ die brutale Tötung des Jugendlichen Marinus Schöberl durch seine etwa gleichaltrigen Kumpel in Potzlow im Jahr 2002 zum Anlass genommen, sich mit unterschiedlichen Menschen, die aus dem Umfeld des Toten und der Täter stammen, zu sprechen und Informationen zu sammeln: Eltern, Geschwister, Freunde, Lehrer, Sozialarbeiter, Rechtsanwälte, Bürgermeister usw. Aus dem zusammengetragenen Material haben die Autoren ein Theaterstück verfasst, das dem dokumentarischen Theater zuzurechnen ist und mithin einen hohen Grad an Authentizität besitzt. Das Theaterstück überzeugt vor allem durch die Sprache der Figuren bzw. die Unfähigkeit vieler Beteiligter über die eigene Lebenssituation zu reflektieren und zu kommunizieren. Die Menschen des brandenburgischen Ortes wirken in der Nachwendezeit desorientiert. Jugendliche konsumieren bereits in jungen Jahren reichlich Alkohol, neigen zu körperlicher Gewalt und kriminellen Handlungen, aber werden offenbar durch Eltern, Schule und Staat nicht hinreichend begleitet. Die Situation eskaliert, als der 16-jährige Marinus Schöberl von drei seiner Kumpel, mit denen er zuvor zusammen ‚gefeiert‘ hatte, zunächst durch den sogenannten ‚Bordsteinkick‘ getötet und anschließend in einer Jauchegruppe versenkt wird.

Die Seminarfachgruppe, die von Inga Kirchhoff geleitet wird, hat sich im vergangenen Jahr nicht nur mit Text und Inhalt des vorliegenden Stückes vertraut gemacht, sondern auch unterschiedliche Techniken des Schauspiels erprobt und für beide Aufführungen Inszenierungen entwickelt. Mit der existenten unvorstellbar brutalen Gewalt des Ereignisses, das dem Stück zugrunde liegt, haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv beschäftigt. Einige sind in die Rollen der Täter geschlüpft, haben ihnen Menschlichkeit gegeben, die die Täter auch zu Opfern ihrer Lebenswirklichkeit werden lässt. Wegen der beiden sehr unterschiedlichen Aufführungsorte musste die Seminarfachgruppe zwei je eigene Inszenierungen entwickeln, bei denen jeweils auch einige andere Darsteller die Rollen einnahmen. Beide Aufführungen haben sich gelohnt.

Mit dem Thema der Gewalteskalation in Zeiten gefühlter sozialer Nutzlosigkeit sieht sich die Gesellschaft nicht nur unter Jugendlichen in Brandenburg konfrontiert.

Fotos: A. Feldhege

„KlassenFeind“ – Klasse bringt Unterricht auf die Bühne

Foto: Iris Kirchhofer

Die Klasse 10 a hat am 15. und 16. Mai 2017 in der Aula das Theaterstück „KlassenFeind“ aufgeführt.

Die Inszenierung des Stückes, das auf einem Text von Nigel Williams aus dem Jahr 1978 beruht, wurde von der Klasse gemeinsam mit den Lehrkräften Mechthild Möhlmann und Angelika Feldhege im Rahmen eines die Fächer Deutsch, Kunst und Musik übergreifenden Unterrichtsprojektes erarbeitet. Die Textvorlage wurde nicht nur komprimiert, sondern inhaltlich und sprachlich der heutigen Lebenswirklichkeit angepasst. Zudem wurde das Stück um musikalische Interventionen ergänzt, Bühnen-, Kostüm- und Maskenbild haben die Schülerinnen und Schüler entworfen und die Öffentlichkeitsarbeit eigenständig umgesetzt.

„Ich mach doch einfach keinen Sinn.“, sagt Fetzer am Schluss, nachdem sich nicht nur bei ihm Langeweile, Frustration, Aggression, Enttäuschung und Provokation entladen haben. In dem Stück geht es um sieben Schüler und Schülerinnen einer Brennpunktklasse, die in ihrem Klassenzimmer auf ihren neuen Lehrer warten. Da sie aber bisher schon alle Lehrer vertrieben haben, kommt kein neuer und sie beginnen, sich selbst zu unterrichten. Dabei kommunizieren die Jugendlichen verbal in extremer Jugendsprache und extrovertierter Körpersprache, durch die nicht nur ihr sozialer Kontext, sondern auch ihre emotionale Befindlichkeit deutlich werden.

Die absolut überzeugende Gemeinschaftsleistung der Klasse wurde nicht nur mit reichlich Applaus bedacht, sondern zudem mit insgesamt 250,00 €, die die Besucher gespendet haben. Das Geld soll der Sprachlernklasse des AGO für die Anschaffung außerordentlicher Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden.

Aufführung 15.5.2017, Fotos: Inga Feldhege

Aufführung 16.5.2017, Fotos: Iris Kirchhofer

Das Unterrichtsprojekt kann mithin als rundum gelungen und nachhaltig wertvoll bezeichnet werden.

 

Ein Abend mit Werther

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b waren zusammen mit Frau Steinert am Freitag, 20. Januar 2017, im Staatstheater Oldenburg, um „Die Leiden des jungen Werther“ im Kleinen Haus zu sehen und zu genießen. Zuvor wurde der gleichnamige, doch recht anspruchsvolle Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe im Deutschunterricht gelesen, sodass der Theaterbesuch als sinnvolle Abrundung (oder eher als Belohnung 😊) diente. Die moderne, clevere und perfekt umgesetzte Inszenierung mit drei sehr guten Schauspielern und einer Rockband kam bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen hervorragend an. Trotz der modernen Umsetzung sind  nicht nur die wichtigsten und wesentlichsten Elemente – wie das durchaus schwierige „Dreiecksverhältnis“ zwischen Werther, Lotte und Albert – sowie auch viele sehr gut verständliche Lektürezitate erhalten geblieben, sodass wirklich mehr als der Kern von Goethes Briefroman unberührt blieb. Die dramaturgische Umsetzung war so nur ein wenig ansprechender und leichter verständlich als die literarische Vorlage – sowohl für Jüngere als auch Ältere.
Der Theaterbesuch war ein rundum gelungener und schöner Freitagabend für alle Beteiligten!

(Kommentar: Dorothee Haye)

Auf einen letzten Kaffee in die „Bremer Freiheit“

 

Insbesondere für alle Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen, aber auch für andere Interessierte hat die Klasse 10 a das Stück „Bremer Freiheit“ (R.W. Fassbinder) noch einmal auf die Bühne gebracht.

Bereits vor drei Monaten wurde das Stück abends vor begeistertem Publikum vorgeführt. Auch die 200 Zuschauer der zweiten Aufführung wurden durch das Spiel und die Handlung in den Bann gezogen. Das Schicksal der Protagonistin Gesche Gottfried löst im Betrachter gleichwohl Mitleid, Verständnis, Abscheu und Irritation aus.

Der Klasse 10 a sei für ihr erneutes umfassendes Engagement, das für das überaus gute Gelingen der Aufführung notwendig war, gedankt.

Fotos: Mala Bunjes, Jg. 10

Viel Applaus für „Bremer Freiheit“

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Das Theaterstück „Bremer Freiheit“ von R.W. Fassbinder basiert auf dem authentischen Fall der Giftmörderin Gesche Gottfried, verwitwete Miltenberger, geborene Timm, die vor etwa 200 Jahren in Bremen gelebt hat und für ihre Tötungsdelikte mit dem Tod durch Hängen bestraft worden ist.
Wie aktuell das Thema des Dramas noch heute ist, haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 a in einem die Unterrichtsfächer Musik, Kunst und Deutsch übergreifenden Unterrichtsprojekt erprobt und ihre Interpretation vor Publikum in der Aula des AGO vorgeführt.
Vordergründig mag es sich bei „Bremer Freiheit“ um ein Theaterstück handeln, das den Wunsch Gesches nach Emanzipation radikal thematisiert, weil die Frau alle Menschen, die ihr offenbar im Weg stehen, einfach aus dem Weg räumt. Die Schülerinnen und Schüler haben jedoch im und durch ihr Spiel herausgestellt, dass es um den menschlichen Wunsch nach eigener Freiheit und Befreiung anderer aus deren Unfreiheit sowie um moralische Fragen nach deren Um- und Durchsetzung, mithin auch um Schuld und Verantwortung geht.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten während eines auf fünf Wochen angelegten Unterrichtsprojektes gemeinsam mit den beiden Lehrkräften, Mechthild Möhlmann und Angelika Feldhege, eine Inszenierung, welche einerseits die historische Verortung wie auch die Zeitlosigkeit der Dramenhandlung ermöglicht. Äußere Gestaltungsmittel, wie Bühnenbild und Kostüme, waren ebenso relevant wie die eingebundenen musikalischen Elemente des Stückes. Neben dem von Fassbinder vorgegebenen wiederkehrenden Choral „Welt ade“ wurden Text und Melodie einer Moritat selbst geschrieben, Percussion-Elemente eingefügt. Der Einsatz von Beleuchtung und Vorhang erhielt wesentliche Bedeutung für Gliederung und Stimmung des Dramengeschehens. Die großartigen schauspielerischen Leistungen, die die Schülerinnen und Schüler erbracht hatten, hauchten den literarischen Figuren Leben ein.
Am vergangenen Montag wurde „Bremer Freiheit“ in der sehr gut besuchten Aula aufgeführt. Schülerinnen und Schüler, aber auch die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten Spaß am Spiel und konnten nachhaltige Eindrücke von einem tollen Theaterabend mitnehmen. Die Zuschauer dokumentierten ihre Begeisterung für die Inszenierung nicht nur mit viel Applaus, sondern auch großzügig mit Spenden um die die jungen Theatermacher zur Unterstützung der Arbeit in der Oldenburger Flüchtlingsunterkunft Etzhorn gebeten hatten.  Der Spendenbetrag beläuft sich auf 270,00€.

Eine weitere Aufführung von „Bremer Freiheit“ ist vorgesehen.

 

 

Fotos: Lucia Schürmann