Alle Jahre wieder

Zum 11. Mal gastierte das Streichorchester des Alten Gymnasiums im Seniorenzentrum am Küstenkanal: Eine allen längst liebgewordene Tradition.

Für das Haus, versichern die Gastgeber, ist das Konzert ein Highlight der Adventszeit; für das Streichorchester ist es eine willkommene Gelegenheit, einmal eine volle Stunde ausgiebig Streichmusik zu spielen.

„Ja, haben Sie denn gar keine Bratschen?“, fragt eine Seniorin leicht resolut. Beiderwieden: „Bratschen, einmal aufstehen!“ Lena und Lily, Emilia, Iris und Tomke, Laurenz, Julia und Felix erheben sich lachend.


Es gab das „Coventry Carol“ – mit dem schönen Bratschensolo – und Lieder zum jüdischen Lichterfest Hanukkah, eine kleine Streichersinfonie. Das Oberstufenstreichorchester „OSSO“ hatte sich in diesem Halbjahr an die berühmte Musette aus Händels Concerto Grosso herangewagt: Lang und schwer – und schön. Und weil Lena, Bratsche, Geburtstag hatte, war das „Geburtstagsständchen“ eingeübt worden.

Den schönen Abschluss bildeten – wie in all den Jahren zuvor – einige Weihnachtslieder. Ihr Reiz – abgesehen davon, dass „O du fröhliche“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ schöne Lieder sind – besteht darin, dass sie den alten Herrschaften so vertraut sind und Erinnerungen zum Klingen bringen. Und auch darin, dass immer die zweite „Strophe“ solistisch gespielt wird: so werden viele der Musiker des Orchesters für einige Takte zu Solisten, und zwischen den Orchesterblöcken entsteht ein kammermusikalischer Reiz.

Und so bat Gastgeberin Kerstin Bekaan am Ende um eine kleine Zugabe. Die spielten die Streicherinnen und Streicher dann auch: „Alle Jahre wieder“.

Fotos: Christiana Lorenz, Jg. 12

Text: Ralf Beiderwieden

Musizierstunde im Herbst

Die Herbst-Musizierstunde war das 2. Konzert des Schuljahres.


Die Klasse 5a sang mit ihrem Lehrer, Herrn Eicke, „Was wären wir ohne Musik?“. Junge Spielerinnen und Spieler erprobten ihr Talent zum Vorspiel, darunter Nejla auf der Gitarre,  ein Duett aus Oboe und Geige (Fiona und Victoria) und einen Solo-Rock für Cello. Es gab auch weiter fortgeschrittene Beiträge aus höheren Jahrgängen, darunter ein Trio vom japanischen Komponisten Hisaishi (Max, Janne und Katharina) und ein von zwei Geigen zugleich gespieltes Rieding-Violinkonzert mit Klavierbegleitung (Malin und Katharina) aus dem Jugend-musiziert-Programm. Zudem präsentierte Mai Linh große Filmmusik auf dem Klavier und zum Schluss zeigte Martin eine mitreißende Jazz-Improvisation.

Fotos: Ralf Beiderwieden

Konzert der Streicherklassenkooperation mit Stade

Foto: Lennart Kappei

Mit einem Mini-Konzert der vereinigten Streicherklassen des Alten Gymnasiums und der Streicherklasse 6 des Gymnasiums Athenaeum Stade begann das musikalische Schuljahr: Es war eine richtig kleine musikalische Begegnung. Beide Streicherklassen 6 des AGO und die Gäste aus Stade nutzten die Gelegenheit, ausgiebig zusammen zu proben und zu spielen. Übernachtet wurde in Familien, Freundschaften entstanden, Whatsapp-Adressen wechselten das Smartphone.
Im Mini-Konzert begannen die Spielerinnen und Spieler der Klasse 5. „Es ist der früheste Auftritt, den jemals eine Streicherklasse 5 hinlegt“, kündigte Fachobfrau Mechthild Möhlmann an, „nach gerade mal sechs Streicher-Doppelstunden.“ Danach spielte jede der Streicherklassen 6, Gastgeber und Gäste, ihr kleines Programm. Und am Ende sangen und spielten 100 Streicherkinder „My Heart Will Go On“ aus dem Film „Titanic“. Das war schon ein etwas ergreifender Augenblick. Lennart Kappei (6. Klasse) hat ihn in seinem Foto festgehalten.

(Text: Ralf Beiderwieden)

Am Ende gab es auch Tränen

Das Sommerkonzert II, bei dem die Chöre und Orchester der höheren Jahrgänge eine Vielzahl von Stücken der klassischen Musik, der Filmmusik sowie klassische Lieder und Popsongs aus ihrem breit gefächerten Repertoire vorstellen, ist immer auch eine Veranstaltung des Abschieds. Einerseits neigt sich wieder ein Schuljahr deutlich dem Ende entgegen, in dem viele Proben, Chor- und Orchesterfahrten und Aufführungen die Musiker der Schule zu einem riesigen Ensemble haben werden lassen. Andererseits ist es für viele Abiturienten das letzte große Schulkonzert, an dem sie aktiv teilnehmen. Die Musiklehrkräfte, die die Schüler häufig während der gesamten Schulzeit in den Musik-AG’s begleitet haben, verabschieden die Absolventen nach den Darbietungen nicht nur mit einer roten Rose, sondern auch mit persönlichen Worten, durch die die enge Bindung in der Musikereinheit und die Bedeutung der verbindenden Musik sehr deutlich werden. Bei einigen Schülern fließen dann auch Abschiedstränen.

Es hat sich eingebürgert, dass die Abiturienten den Lehrkräften als Dank und den Konzertteilnehmern zum Abschied ein Lied ’schenken‘, das sie eigenständig eingeübt haben. 2017 war es sinnfällig von ABBA „Thank you for the music„.

 

Fotos: Hauke-Christian Dittrich

Musik liegt in der Sommerluft: Sommerkonzert I

Der bunte Reigen der musikalischen Darbietungen am Schuljahresende schließt mit den beiden Sommerkonzerten. Das Sommerkonzert I, bei dem die jüngeren Jahrgänge ihr vielfältiges Können zeigen, wurde vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht. Mehrere Streich- und Blasorchester sowie Chöre spielten ein buntes Programm. Alle beteiligten Schüler und Lehrkräfte offenbarten während der Präsentationen nicht nur ihre Kompetenz, sondern auch die Freude an der Musik. Mit lachenden Gesichtern wurden die Stücke gespielt und die Lieder gesungen.

Streicherklassenkonzert 2017

Die AGOnauten, die in der 5. und 6. Klasse an der sogenannten ‚Streicherklasse‚ teilnehmen, also ein Streichinstrument im schulischen Unterricht erlernen, zeigten am Schuljahresende in der voll besetzten Aula vor Eltern, Verwandten, Mitschülern und Lehrkräften  ihr beeindruckendes Können. Bereits nach neun Monaten konnten die 5.-Klässler mit mehreren Darbietungen überzeugen. Ganz besonders schön war die Präsentation des Titanic-Songs, der sowohl gesungen als auch mit Streicherinstrumenten gespielt wurde. Für die 6.-Klässler endet die Zeit in der ‚Streicherklasse‘ nun. Allerdings haben die jungen Musiker unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Interessen in Musik-AG’s umzusetzen.

„KlassenFeind“ – Klasse bringt Unterricht auf die Bühne

Foto: Iris Kirchhofer

Die Klasse 10 a hat am 15. und 16. Mai 2017 in der Aula das Theaterstück „KlassenFeind“ aufgeführt.

Die Inszenierung des Stückes, das auf einem Text von Nigel Williams aus dem Jahr 1978 beruht, wurde von der Klasse gemeinsam mit den Lehrkräften Mechthild Möhlmann und Angelika Feldhege im Rahmen eines die Fächer Deutsch, Kunst und Musik übergreifenden Unterrichtsprojektes erarbeitet. Die Textvorlage wurde nicht nur komprimiert, sondern inhaltlich und sprachlich der heutigen Lebenswirklichkeit angepasst. Zudem wurde das Stück um musikalische Interventionen ergänzt, Bühnen-, Kostüm- und Maskenbild haben die Schülerinnen und Schüler entworfen und die Öffentlichkeitsarbeit eigenständig umgesetzt.

„Ich mach doch einfach keinen Sinn.“, sagt Fetzer am Schluss, nachdem sich nicht nur bei ihm Langeweile, Frustration, Aggression, Enttäuschung und Provokation entladen haben. In dem Stück geht es um sieben Schüler und Schülerinnen einer Brennpunktklasse, die in ihrem Klassenzimmer auf ihren neuen Lehrer warten. Da sie aber bisher schon alle Lehrer vertrieben haben, kommt kein neuer und sie beginnen, sich selbst zu unterrichten. Dabei kommunizieren die Jugendlichen verbal in extremer Jugendsprache und extrovertierter Körpersprache, durch die nicht nur ihr sozialer Kontext, sondern auch ihre emotionale Befindlichkeit deutlich werden.

Die absolut überzeugende Gemeinschaftsleistung der Klasse wurde nicht nur mit reichlich Applaus bedacht, sondern zudem mit insgesamt 250,00 €, die die Besucher gespendet haben. Das Geld soll der Sprachlernklasse des AGO für die Anschaffung außerordentlicher Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden.

Aufführung 15.5.2017, Fotos: Inga Feldhege

Aufführung 16.5.2017, Fotos: Iris Kirchhofer

Das Unterrichtsprojekt kann mithin als rundum gelungen und nachhaltig wertvoll bezeichnet werden.

 

AGOnauten zeigen Liebe zu Klassik beim Kammerkonzert

Beim IX. Kammerkonzert brillierten die in der Musik fortgeschrittenen Schülerinnen und Schüler. Im Oberstufenstreichorchester, im Kammerchor, als Streichquartett oder auch als Solo oder Duett zeigten alle Mitwirkenden nicht nur ihr Können, sondern auch ihre Leidenschaft für die Musik, die häufig viel Zeit und Energie einfordert. Die Musik verbindet die schulischen und privaten Musiklehrer mit den Schülern. Aus den gemeinsamen Übungen ergeben sich auch immer wieder hochkarätige musikalische Präsentationen, wie sie beispielsweise von Christof Haye und seinem Geigenlehrer Herrn Otsubo oder von Konstantin Koesling und Frau Pfeiffer-Rode beim Kammerkonzert gezeigt wurden. Mit Werken von Bach, Mozart, Franz Strauss, Viotti und Rheinberger wurde den Konzertbesuchern ein insgesamt vielfältiges Programm an klassischen Werken geboten.

Fotos: Lenny Wefer

AGOphonie 2017

Foto: Lennart Kappei

Am 5. Mai 2017 präsentierten Blasorchester, Streichorchester, Oberstufenstreichorchester, Big Band, Holzbläserensemble und Sinfonieorchester in der Aula ihr Können. Beteiligt waren nicht nur Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters, sondern auch mehrere Lehrkräfte. So war das Konzert einerseits ein wunderbarer Zusammenklang der Töne, aber andererseits auch harmonisches Zusammenspiel musikalischer AGOnauten.

5. BandStand zeigte musikalisches Potential

Am vergangenen Freitag zeigten in der bestens besuchten AGO-Aula Schülerinnen, Schüler aller Jahrgänge, manchmal zusammen mit Lehrkräften oder Eltern ihr vielfältiges musikalisches Können und Interesse.


Der BandStand besticht nicht nur durch die Qualität der vorgestellten Leistungen, sondern vor allem durch die Atmosphäre. Die Musiker nutzen die Veranstaltung, um ihre zumeist privat erprobten Songs auf einer Bühne vorzustellen und ihre Bühnentauglichkeit im schulischen, aber außerunterrichtlichen Umfeld zu zeigen. Neben den Musikern auf der Bühne wurden auch die anderen Tätigkeiten hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern übernommen: Moderation, Licht- und Bühnentechnik, fotografische Dokumentation. Die Koordination der sehr gelungenen Veranstaltung lag wieder bei Ralf Beiderwieden.

Fotografien: Lennart Kappel (5. Klasse)